Eine Heilung der Psoriasis ist derzeit noch nicht möglich. Ziel der Therapie ist es, die Symptome der Erkrankung soweit zu vermindern und die Lebensqualität der Betroffenen soweit zu verbessern, dass ein normales Leben geführt werden kann. Die Wahl der Behandlung hängt dabei von der Ausdehnung, vom Schweregrad, von Alter, Geschlecht und den Lebensumständen ab. Da die Psoriasis bei jedem Patienten anders verläuft und nicht jedes Medikament bei jedem gleich gut wirkt, müssen individuelle Therapiestrategien entwickelt werden.
Grundsätzlich aber gilt:
- bei leichten bis mittelschweren Formen der Psoriasis reicht es oft aus, die Hautveränderungen lokal, etwa durch das Auftragen von Salben, zu behandeln (topische Therapie)
- bei schwereren Formen der Psoriasis oder Formen, die nicht auf eine alleinige topische Therapie ansprechen, werden neben Verfahren wie Klima- oder Balneotherapie sowie psychosozialer Therapie meist eine Phototherapie (Bestrahlung mit UV-Licht) sowie Medikamente zum Einnehmen eingesetzt (systemische Therapie).
Standardtherapien
Die Grundlage der Psoriasis-Therapie besteht darin, entweder Salben ohne Wirkstoff oder Salben oder Cremes mit Wirkstoffen wie z.B. Harnstoff oder Salicylsäure auf die schuppenden Hautbereiche aufzutragen. Im Rahmen dieser topischen Therapie können auch Salben/Cremes mit speziellen Arzneistoffen eingesetzt werden.
Wenn die topische Therapie allein nicht hilft - was meist bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis der Fall ist – ist die nächste Behandlungsstufe eine konventionelle systemische Therapie. Die Patienten nehmen dann Medikamente ein, die die Aktivität des Immunsystems als Ganzes hemmen.