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Allgemeines

Die Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine fast immer chronisch verlaufende Erkrankung der Haut, die mitunter auch die Gelenke befallen kann. Mit einer Häufigkeit von 1 bis 3 Prozent in den westlichen Industrienationen zählt die Psoriasis zu den häufigen dermatologischen Erkrankungen. Allein in Deutschland sind rund 1,6 Millionen Menschen betroffen. Die Psoriasis kann in jedem Alter auftreten, wobei sie in den Altersgruppen von 15 bis 25 Jahren und 50 bis 60 Jahren besonders häufig beginnt.
 
Die Psoriasis kann bis heute nicht geheilt werden. Die Entzündungsprozesse verlaufen in neun von zehn Fällen chronisch fortschreitend, wobei die Herde langsam an Größe zunehmen. In leichteren Fällen stellt die Psoriasis eher ein kosmetisches Problem dar, in schwereren Fällen ist die Lebensqualität der Betroffenen stark eingeschränkt.
Die Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass das menschliche Abwehrsystem (Immunsystem), das vor Krankheitserregern schützt, nicht mehr zwischen körperfremden und körpereigenen Bestandteilen unterscheiden kann und selbst eine Erkrankung verursacht.
 
Wie die Fehlprogrammierung des Immunsystems zustande kommt und warum die Abwehr plötzlich nicht mehr zwischen „selbst“ und „fremd“ unterscheiden kann, ist noch nicht im Detail geklärt. Im menschlichen Organismus – auch im gesunden - entstehen immer wieder Immunzellen, die sich gegen körpereigenes Gewebe richten. Diese „autoreaktiven“ T-Zellen werden vom intakten Immunsystem jedoch sofort erkannt und außer Gefecht gesetzt, bevor sie Unheil anrichten können. Für diese wichtige Kontrollfunktion sind spezialisierte Immunzellen, sogenannte regulatorische T-Zellen (Tregs) zuständig. Diese hemmen durch direkten Zellkontakt die autoreaktiven T-Zellen und vereiteln damit deren Angriff auf körpereigenes Gewebe.
 
Anders bei Patienten mit Psoriasis: Hier sind die Tregs aus einem noch unbekannten Grund nicht voll funktionsfähig und ihr Anteil an der Gesamtzahl der Immunzellen ist vermindert. Die autoreaktiven T-Zellen werden deshalb nicht in ausreichendem Maße unterdrückt. Sie können sich weitgehend ungehindert vermehren und Hautstrukturen angreifen. Eine moderne Therapiestrategie bei Autoimmunerkrankungen, wie sie Biotest verfolgt, zielt deshalb darauf ab, die Tregs wieder funktionsfähig zu machen, damit sie ihre natürliche Kontrollfunktion gegenüber autoreaktiven T-Zellen wieder aufnehmen können (Biotherapeutikum BT-061).