Biotest investiert mehr als 10 % des jährlichen Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Mit unseren Projekten konzentrieren wir uns auf Bereich mit besonders hohem Bedarf und/oder großem Patienten- beziehungsweise Anwenderpotenzial.
Im Mittelpunkt unserer FuE-Aktivitäten im Bereich Biotherapeutika stehen drei monoklonalen Antikörper (MAK). Die biotechnologisch hergestellten Wirkstoffe BT-061, BT-062 und BT-063 befinden sich alle in der klinischen Entwicklung, für BT-061 und BT-062 liegen uns bereits erste ermutigende Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit vor.
Alle drei Kandidaten haben gemeinsam, dass sie in Leitindikationen entwickelt werden, in denen es bisher keine spezifischen Therapien gibt oder in denen bestehende Ansätze nicht ausreichend wirken beziehungsweise mit Nebenwirkungen verbunden sind. Das ökonomische Potenzial der Präparate ist immens: Allein bei rheumatoider Arthritis wird das Marktvolumen für biotechnologisch erzeugte Präparate auf einen zweistelligen Milliarden-Dollar-Betrag geschätzt.
Unser FuE-Konzept sieht vor, die Entwicklung der MAK bis zur klinischen Phase II aus eigener Kraft voranzutreiben. Ab der kostenintensiven klinischen Phase III möchten wir die Entwicklung zusammen mit global tätigen Pharma- oder Biotech-Partnern weiterführen. Dementsprechend hat Biotest für den monoklonalen Antikörper BT-061 im August 2011 einen Kooperationsvertrag zu Co-Development und Co-Marketing mit Abbott Laboratories, Inc. abgeschlossen.
Umfangreiche Informationen zu Wirkmechanismus und Potenzial der monoklonalen Antikörper finden Sie in der Darstellung des Segments Biotherapeutika.
Bei den Plasmaproteinen verfolgen wir eine F&E Strategie basierend auf drei Säulen:
- der Erweiterung unserer Produktpalette durch neue Präparate und der Zulassung in weiteren Indikationen;
- der Erschließung neuer internationaler Märkte
- bedarfs-gerechte Ergänzung der Kapazitäten.
Wir wollen damit unsere Position als Spezialist für innovative Immunologie und
Hämatologie ausbauen.
So haben wir 2009 unsere Produktpalette bei Plasmaproteinen weiter ergänzt. Wesentlich waren hier die Zulassungen unserer Präparate in zusätzlichen Ländern in Europa wie z.B. die Zulassung für die Albumin- Präparate Albiomin® 5 % und Albiomin® 20 % in sechs weiteren europäischen Märkten, sowie die Zulassung Hepatect® CP im Rahmen des MR-Verfahrens in sieben weitereneuropäischen Ländern. Weiterhin startete der Vermarktungsbeginn des neuen subkutan zu verabreichenden Hepatitis-B-Immunglobulin Zutectra®, nach Zulassung durch die Europäische Kommision im Dezember 2009.
